Post-it

Ausgangspunkt für ein künstlerisch-gestalterisches Arbeitsvorhaben ist der klassische gelbe Post-it-Block im Format 7x7 cm. Die Schüler*innen arbeiten mit einem Gegenstand, der ihnen aus ihrem Alltag in einer bestimmten Funktion – nämlich als Haftnotiz – vertraut ist und entwickeln Ideen, wie mit dessen Format, Farbe, Funktion oder Material gespielt werden könnte. Das Post-it wird mal als modularer Baustein für eine Installation verwendet, mal als Werkstoff en bloc bearbeitet, dann als Daumenkino eingesetzt oder es wird mit der Flüchtigkeit des Blocks gespielt, indem sein Verschwinden beim Gebrauch thematisiert wird oder nach Möglichkeiten gesucht, wie das Publikum aktiv in die Gestaltung der Arbeit einbezogen werden könnte.

Zum Nachbauen der Bienenwabe (Bild JoelleJulian) gibt es eine DiY-Anleitung, die Arbeit in Abbildung 2 (Bild Judith) ist zum Anfassen gedacht, weshalb sie auf Türklinkenhöhe angebracht war. Abbildung 3 (ElianeRahel): Hier wird eine temporäre Installation in einem Lift, der üblicherweise nur für Lehrpersonen zugänglich ist angebracht, um diesen engen Raum zwischenzeitlich atmosphärisch anders aufzuladen. Die Arbeit ist fragil und von limitierter Dauer – zum Ärger einiger Lehrkräfte, aber auch des Putzpersonals. Die Rückmeldungen durch die Nutzer*innen des Lifts sind zwar in der Arbeit mit angelegt – die Kontroverse, welche die Arbeit auslöst (Ist das jetzt Kunst? Soll das entfernt werden? Das hält ja nicht mal...) war jedoch überraschend.

Abbildung 4 (SandroYannick) Diese Arbeit spielt mit der kollektiven Kindheitserinnerung der den Schulraum bespielenden Generation von Schüler*innen: Der Pokémon-Figur Pikachu.