Interventionen

Das Gymnasium Olten ist ein Langzeitgymnasium – Schüler*innen verbringen zwischen ihrem zwölften und 19. Lebensjahr einen Grossteil ihrer Lebenszeit in diesen Räumen. Die Art, wie der Raum von ihnen genutzt wird und wie sie sich in ihm bewegen verändert sich im Laufe der Jahre und wird von zahlreichen Faktoren mitbestimmt. Die Schüler*innen beschreiben sich selbst und ihren Kolleg*innen in ihrem letzten Schuljahr, nachdem sie also über acht Jahre in diesem Schulhaus verbracht haben, wie sie den Raum täglich bespielen und wie sich ihr Bewegungsradius im Verlauf ihrer Schulkarriere verändert hat. Sie teilen ihre Beobachtungen, erzählen, wo ihre Aufmerksamkeiten liegen und tauschen sich über die blinden Flecken aus, die sie dabei produzieren – was sind ihre Lieblingsplätze, wo haben sie sich in den vergangenen acht Jahren nie aufgehalten? Sie begehen die vertrauten Räumlichkeiten auf der Suche nach einem Eingriff, den sie vornehmen um die Schulöffentlichkeit auf eine vergessene Ecke aufmerksam zu machen, auf unsichtbare Kontrollmechanismen hinzuweisen oder zum aktiven Mitgestalten ihrer Umgebung aufzufordern.